BAUHAUS DENKMAL BUNDESSCHULE BERNAU

04. 08. 2017

Freibad neben der Turnhalle

um 7 Uhr morgens blitzen die weißen Sonnensegel des Freibads und der Blick aus dem Wintergarten streift weiter über ein kleines Waldstück mit einem Teich. Diese wunderbare Anlage wurde im Juli diesen Jahres in die UNESCO-WELTERBELISTE aufgenommen.

Der ganze Campus, 1930 fertiggestellt, wurde vom damaligen Direktor des Bauhauses Hannes Meyer, und Hans Wittwer, dem Leiter der Bauabteilung, geplant und ausgeführt.

Bis heute ziehen die atemberaubende Modernität, die Funktionalität und die Klugheit der Details Architekturfreunde aus aller Welt in ihren Bann. So sind im wiederhergestellten Wintergarten die Fensterflügel aufklappbar, in der Mensa sogar fächerförmig. Die Betonrippen des Daches werden abgelöst von einem Glasdach. Die Türen der Turnhalle lassen sich klappen und so alle Fenstersegmente weit öffnen. Über der Sporthalle befinden sich drei Seminarräume, deren Decken keilförmig nach innen gerichtet sind, um das einfallende Licht schattenfrei nach unten zu lenken. Die Oberlichte sind mittels einer Drehmechanik ganzflächig zu öffnen.Der Clou ist der lange Glasgang, der von der Turnhalle an einem Ende bis zur zentralen Eingangshalle und der Mensa führt. Dazwischen sind kleinere Treppenhäuser, die zu den einzelnen Wohneinheiten führen. Als ehemalige Bundesschule des ADGB beherbergt das Gebäude auch heute Schüler – auszubildende Gerüstbauer aus der ganzen Bundesrepublik.

Und das Frühstück - ja, zu dieser unorthodoxen Stunde treffen sich hier Unternehmer aus Bernau und Umgebung zum Netzwerken und Frühstücken - dazu demnächst mehr.

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