Studie „Wohnen 2045“ von Allianz und Prognos

23. 03. 2016

Studie „Wohnen 2045“ von Allianz und Prognos 

(20.3.2016)

Ein Blick auf die zehn Regionen in Deutschland, in denen die Nachfrage nach Wohnun­gen langfristig am höchsten ist, zeigt, dass diese ihre Bautätigkeit teils massiv stei­gern müssen. Schon jetzt ist in vielen dieser Regionen der Wohnraum knapp. Stei­gern diese ihre Bautätigkeit nicht, fehlen allein dort in den nächsten 15 Jahren weite­re 940.000 Wohnungen und Häuser. Bis 2045 könnten sich die Märkte wieder etwas entspannen, aber nur, wenn die Bautätigkeit nicht wieder nachlässt. 

Die regionalen Wohnungsmärkte in Deutschland haben in den nächsten 30 Jahren mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen: Während die Nach­frage nach Wohnraum in den wirtschaftsstarken Zentren weiter steigt, müssen struk­turschwache Regionen damit rechnen, weitere Teile ihrer Bevölkerung zu verlieren - u.a. zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Allianz und Prognos, die die Entwicklung von Bevölkerung und Wohnungsbedarf bis ins Jahr 2045 untersucht.

Laut der Studie wächst die deutsche Bevölkerung bis 2045 auf 85 Mio. Menschen an. „Deutschland hat sich seit 2011 sukzessive zu einem Einwanderungsland entwickelt. Für die nächsten 30 Jahre ist daher nicht mit einer Entlastung bereits angespannter Wohnungsmärkte durch eine schrumpfende Bevölkerung zu rechnen“, resümiert Dr. Peter Haueisen, Projektleiter der Allianz Baufinanzierung. Entscheidender Treiber da­für, dass sich die Wohnungsmärkte regional so unterschiedlich entwickeln, sei die Binnenwanderung. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre seien jedes Jahr 3,8 Mio. Menschen über die Kreisgrenzen hinweg umgezogen: Die Studie erklärt ...

 

  • 73% der Veränderungen am Wohnungsmarkt mit der Binnenwanderung und
  • 27% mit Zuwanderungen.

 

Die Zuwanderung aus dem Ausland verstärke jedoch zusätzlich die Effekte der Binnen­wanderung, denn auch sie konzentriere sich auf die wirtschaftsstarken Regionen.

Die Binnenwanderung zeigt folgende Tendenzen:

 

  • Jüngere Menschen ziehen vor allem in Groß- und Universitätsstädte.
  • Für 30- bis 50-Jährige ist dagegen auch das gut angebundene Umland wirt­schaftsstarker Ballungsräume wie München, Berlin, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart attraktiv. Der Druck auf die Wohnungsmärkte nimmt in diesen Re­gionen überproportional zu.
  • Neben den Effekten der Zuwanderung ist dafür auch der anhaltende Trend zu mehr Singlehaushalten verantwortlich.
  • Während die Zahl der Haushalte bis 2045 in Deutschland insgesamt um 14% zunehmen werde, soll sie in den wirtschaftsstarken Gebieten um 18% steigen.

 

 

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