Homestaging – was ist das? Und wann ist es sinnvoll?

05. 04. 2018

Eine passende Übersetzung dafür gibt es nicht. Sinngemäß bedeutet es, der Immobilie eine Bühne zu bereiten. Gerade standardisierte, abgewohnte Immobilien, die sich gegen viele ähnliche Angebote auf dem Immobilienmarkt durchsetzen müssen, können so wesentlich besser und schneller verkauft werden. Die Möblierung wird nach dem Verkauf wieder entfernt, u.u. kann aber auch das eine oder andere Stück gekauft werden.

 

Ein Beispiel aus eigener Praxis:

Eine Eigentümerin war unzufrieden mit dem beauftragten Makler, der Verkauf zog sich in die Länge und schließlich sprach der Makler wiederholt über Preissenkungen, die nötig seien. Es handelt sich um ein kleines Zwei-Zimmer-Appartement in guter Berlin-Mitte Lage.

Über eine Empfehlung kam die Verkäuferin zu uns. Jana Braun hat sich umgehend mit der Kundin in der Wohnung getroffen. Schön bot sie sich nicht dar. Nach jahrelanger möblierter Vermietung bestand hier dringend Handlungsbedarf. Frau Braun überzeugte die Eigentümerin, vor dem Verkauf eine gewisse Summe zu investieren. So wurde die Wohnung komplett ausgeräumt und ein Maler hat die Wände geweißt und einige Schäden im Fußboden ausgebessert. Dann kam eine Homestagerin, die wir über den IVD Immobilienverband Deutschland schon lange kennen. Einer kurzen Verständigung über die mögliche Käuferzielgruppe und die Art der Möblierung folgte die Schlüsselübergabe an die Stagerin. Wenige Zeit später kam der Anruf: Frau Braun, die Wohnung ist fertig, Sie können Fotos für den Verkauf machen. Die Wohnung war nicht wieder zu erkennen! Die Zielgruppe, junge urbane Menschen, die möglicherweise aus einer anderen Stadt oder dem Ausland kommen, wurde genau angesprochen. Es dauerte auch nicht allzulange und es fand sich ein nettes Käuferpaar, das gern einen „Koffer in Berlin“ haben wollte.

Die Kosten für das Homestaging beliefen sich auf knapp 1 % des Kaufpreises. Dazu kamen die Kosten für das Malern und Entrümpeln. Vor dem Malern und „stagen“ der Wohnung hätten Käufer den guten Verkaufspreis kaum akzeptiert und deutlich nach unten gehandelt. Zudem hätte der Verkauf viel länger gedauert. Damit hätte die Verkäuferin länger Wohngeld und Heizkosten zahlen müssen. Die Investition in ein Homestaging war hier sehr lohnend.

Bei bewohnten Einfamilienhäusern ist so ein komplettes Facelifting oft schwierig. Aber mitunter reichen wenige Handgriffe, kleine Verschönerungsmaßnahmen um eine gute Wirkung zu erzielen und Käufer zu interessieren. Gern berate ich Sie zu diesem Thema und/oder stelle für Sie den Kontakt zu einem Homestager her. Ihre Jana Braun

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